Mittwoch, 5. August 2009
Die erste psychotische Episode...
philosophery, 00:48h
An die ersten zwei Wochen meines ersten Klinikaufhentalts kann ich mich kaum erinnern. Ich kann mittlerweile nur noch kleine Erinnerungsfetzten und Eindrücke, speerlich durch Worte zu beschreiben, reflektieren.
Aber wie fing alles an?
Jahrelang war ich schon mit Drogen (Methylphenidat und Cannabis) in Kontakt. Doch in den letzten Monaten vor diesem 19. Februar 2007, spitzte sich alles immer mehr zu.
Ich verkaufte meine erste E-Gitarre um mehr Geld für mehr Gras zur Verfügung zu haben. Von da an rauchte ich täglich durch meine neu erworbene erste Bong. Durch diesen langgezogenen Exzess verlor ich immer mehr an Gewicht und Kontrolle.
Ich wollte erreichen in mich einzutauchen und die absolute Wahrheit meiner Persönlichkeit zu erfahren.
Ich wollte einfach wissen wer ich bin. Dieser Drang entstand durch das mangelnde Vermögen meine Individuaität nach außen anzupassen und dadurch vielleicht akzeptiert und wertgeschätzt zu werden.
Und wie das immer so ist erzielte ich nur das Gegenteil.
Ich verlor mich immer mehr in meinen allnächtlichen Kiffexzessen, die meist spät nachts so gegen 1-2 Uhr begannen und ca. um 3-4 Uhr endeten um dann wenige Stunden später zur Schule zu gehen.
Die ersten Züge der Krankheit manifestierten sich schon über Jahre hinweg mit Depressionen, Antriebslosigkeit, Aggressionen und wachsender Ignoranz gegen alle Zukunftspläne.
Aber so richtig bemerkbar machten sich die ersten akuten Symptome einige Tage vor meinem ersten Klinokaufenthalt. Ich weiß noch wie ich auf einer Party dachte ich könnte mit dieser einen Katze telepathisch kommunizieren und ich extrem Geräuschempfindlich wurde (was auf einer Party schon sehr aufdringlich sein kann). Dazu kam dass ich noch weniger schlief.
Am Tag vor meiner Einlieferung meinte ich zu erkennen das sich das "Sprechen" (Intonation etc.) wie Gesang oder Musik anhörte. Ich war euphorisch und voller Tatendrang.
Endlich war der Zeitpunkt gekommen, so dachte ich, an dem ich endlich ein glücklicher, akzeptierter und beliebter Mensch wurde.
In der Nacht desselben Tages, spitzte sich alles noch mehr zu.
Ich spielte stundenlang mit meinem Keyboard und erkannte Ordung wo eigentlich nur Chaos war. Es war wie eine, den Seelenschmerz-heilende, Offenbarung. Ich begann eine Theorie auszuarbeiten nach der es eine einzige göttlich ausgezeichnete Geschwindigkeit gäbe an der sich alles orientieren würde. Ich war überzeugt dass wenn ich der treibenden Kraft dieser Geschwindigkeit folge ich am Ende des Tages Erleuchtung oder etwas ähnliches erfahre.
In der Schule am darauffolgenden Tag empfanden mich meine Mitschüler als komisch, schräg und irgendwie Ver-rückt.
Irgendwann im Englischunterricht war ich am Ende meiner Kräfte und kollabierte innerlich. In Panik rannte ich aus dem Unterrichtsraum um mich wieder zu beruhigen....wird fortgesetzt....
Aber wie fing alles an?
Jahrelang war ich schon mit Drogen (Methylphenidat und Cannabis) in Kontakt. Doch in den letzten Monaten vor diesem 19. Februar 2007, spitzte sich alles immer mehr zu.
Ich verkaufte meine erste E-Gitarre um mehr Geld für mehr Gras zur Verfügung zu haben. Von da an rauchte ich täglich durch meine neu erworbene erste Bong. Durch diesen langgezogenen Exzess verlor ich immer mehr an Gewicht und Kontrolle.
Ich wollte erreichen in mich einzutauchen und die absolute Wahrheit meiner Persönlichkeit zu erfahren.
Ich wollte einfach wissen wer ich bin. Dieser Drang entstand durch das mangelnde Vermögen meine Individuaität nach außen anzupassen und dadurch vielleicht akzeptiert und wertgeschätzt zu werden.
Und wie das immer so ist erzielte ich nur das Gegenteil.
Ich verlor mich immer mehr in meinen allnächtlichen Kiffexzessen, die meist spät nachts so gegen 1-2 Uhr begannen und ca. um 3-4 Uhr endeten um dann wenige Stunden später zur Schule zu gehen.
Die ersten Züge der Krankheit manifestierten sich schon über Jahre hinweg mit Depressionen, Antriebslosigkeit, Aggressionen und wachsender Ignoranz gegen alle Zukunftspläne.
Aber so richtig bemerkbar machten sich die ersten akuten Symptome einige Tage vor meinem ersten Klinokaufenthalt. Ich weiß noch wie ich auf einer Party dachte ich könnte mit dieser einen Katze telepathisch kommunizieren und ich extrem Geräuschempfindlich wurde (was auf einer Party schon sehr aufdringlich sein kann). Dazu kam dass ich noch weniger schlief.
Am Tag vor meiner Einlieferung meinte ich zu erkennen das sich das "Sprechen" (Intonation etc.) wie Gesang oder Musik anhörte. Ich war euphorisch und voller Tatendrang.
Endlich war der Zeitpunkt gekommen, so dachte ich, an dem ich endlich ein glücklicher, akzeptierter und beliebter Mensch wurde.
In der Nacht desselben Tages, spitzte sich alles noch mehr zu.
Ich spielte stundenlang mit meinem Keyboard und erkannte Ordung wo eigentlich nur Chaos war. Es war wie eine, den Seelenschmerz-heilende, Offenbarung. Ich begann eine Theorie auszuarbeiten nach der es eine einzige göttlich ausgezeichnete Geschwindigkeit gäbe an der sich alles orientieren würde. Ich war überzeugt dass wenn ich der treibenden Kraft dieser Geschwindigkeit folge ich am Ende des Tages Erleuchtung oder etwas ähnliches erfahre.
In der Schule am darauffolgenden Tag empfanden mich meine Mitschüler als komisch, schräg und irgendwie Ver-rückt.
Irgendwann im Englischunterricht war ich am Ende meiner Kräfte und kollabierte innerlich. In Panik rannte ich aus dem Unterrichtsraum um mich wieder zu beruhigen....wird fortgesetzt....
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Mittwoch, 29. Juli 2009
Was ist Schizophrenie?
philosophery, 20:56h
Im folgenden werde ich versuchen die Grundzüge dieser Krankheit zu beschreiben. Es dient lediglich als kleiner Umriss zum einleitenden "Verständnis".
Für eine ausführlichere Ausarbeitung ist der Wikipediaartikel zu Rate zu ziehen: http://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie
Die Schizophrenie ist eine psychiatrische Erkrankung des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität (Gefühlsausdruck, Emotionalität). Schätzungsweise 1% der Weltbevölkerung, quer durch alle Kulturkreise und Gesellschaften, leidet unter dieser oft missverstandenen und stigmatisierten Störung. Schizophrenie (von altgriechisch σχίζειν schizein „abspalten“ und φρήν phrēn „Zwerchfell, Seele“) bedeutet nicht, wie allzu oft angenommen, dass sich die Persönlichkeit in verschiedene Teile aufspaltet. Es bedeutet dass zwischen der "allgemeingültigen" Wahrnehmung der Realität und der Wahrnehmung sowie Interpretation, dieser Realität, des Erkrankten eine Diskrepanz herrscht.
Der unter Schizophrenie Leidende konstruiert sich seine eigene Welt mit oft wahnhaften Inhalt wobei dies oft durch Halluzinationen verstärkt wird.
Generell teilt sich die Symptomatik in zwei Bereiche: Plus- und Minussymptome oder Negativ- und Positivsymptomatik. Die Plussymptomatik umfasst alle Symptome die das "normale" Erleben übersteigern; die Minussymptomatik wiederum verringert das normale Erleben.Insbesonders die Affektivität und den Antrieb, und schränkt den Erkrankten häufig bis zur Invalidität ein.
Eine Schizophrenie kann ganz unteschiedlich verlaufen:
1. einmalige psychotische Episode mit anschließend vollständiger Genesung
2. mehrere psychot. Episoden mit teilweiser bis vollständiger Gesundung
3. ein von regelmäßigen Episoden gekennzeichneter chronischer Verlauf.
Bei manchen Menschen bricht die erste Psychose plötzlich und mit vornehmlicher Positivsymptomatik aus, wobei hier gute Chancen für die vollständige Rehabilitierung bestehen. In den anderen Fällen, aber nicht ausschließlich, beginnt die Erkrankung schleichend (Prodromalphase) mit meist depressiven und antriebslosen Zügen bis dann schließlich nach Monaten oder sogar Jahren die eigentliche akute Krankheit ausbricht. Hier liegen gute Möglichkeiten die Krankheit früh zu erkennen und zu behandeln um den Patienten vor einem Ausbruch zu bewahren. Leider gestaltet sich dies in der Praxis schwer dahe diese Symptome differenziert abzugrenzen sind von Pubertätserscheinungen und depressiven Verstimmungen. Allerdings gibt es mittlerweile eine medizinische Methode die Veranlagung einer schizophrenen Erkrankung anhand einer Analyse der Glukosewerte und Energiestoffwechselprodukte Nervenwasser festzustellen.
Die Behandlung setzt sich im Idealfall aus verschiedenen Therapien zusammen:
1. Medikamentöse Therapie
2. Psychotherapie
3. Soziotherapie
Wobei die Behandlung mit Medikamenten, den sogenannten Antipsychotika/Neuroleptika, die Basis ist und manchmal auch erst die
erfolgreiche Teilnahme an den anderen Therapieformen ermöglicht.
Die Ziele der Psychotherapie sind meist praktisch orientiert und Flexibel. Dem Patienten wird hier Hilfe mit der Bewältigung der Krankheit und des Alltags geboten.
In der Soziotherapie wird versucht den Patient wieder in normale soziale Verhältnisse einzugliedern, das betrifft z.b. das Leben in der Familie, knüpfen und Aufrechterhaltung von Kontakten, berufliche Perspektive etc..
Die Medikation:
In der akuten Phase der Krankheit wird meistens ein Mix aus Sedativa und Antipsychotika/Neuroleptika gegeben. Zu den Sedativa zählen die sogenannten Benzodiazepine und Barbiturate. Die Benzodiazepine wirken angstlösend und beruhigend durch die herunterregelung der Gehirnaktivität.
Die Antispsychotika bzw. Neuroleptika wirken direkt gegen die Positivsymptomatik indem sie die stark erhöhte Informationsverarbeitung im Gehirn drosseln.
Für eine ausführlichere Ausarbeitung ist der Wikipediaartikel zu Rate zu ziehen: http://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie
Die Schizophrenie ist eine psychiatrische Erkrankung des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität (Gefühlsausdruck, Emotionalität). Schätzungsweise 1% der Weltbevölkerung, quer durch alle Kulturkreise und Gesellschaften, leidet unter dieser oft missverstandenen und stigmatisierten Störung. Schizophrenie (von altgriechisch σχίζειν schizein „abspalten“ und φρήν phrēn „Zwerchfell, Seele“) bedeutet nicht, wie allzu oft angenommen, dass sich die Persönlichkeit in verschiedene Teile aufspaltet. Es bedeutet dass zwischen der "allgemeingültigen" Wahrnehmung der Realität und der Wahrnehmung sowie Interpretation, dieser Realität, des Erkrankten eine Diskrepanz herrscht.
Der unter Schizophrenie Leidende konstruiert sich seine eigene Welt mit oft wahnhaften Inhalt wobei dies oft durch Halluzinationen verstärkt wird.
Generell teilt sich die Symptomatik in zwei Bereiche: Plus- und Minussymptome oder Negativ- und Positivsymptomatik. Die Plussymptomatik umfasst alle Symptome die das "normale" Erleben übersteigern; die Minussymptomatik wiederum verringert das normale Erleben.Insbesonders die Affektivität und den Antrieb, und schränkt den Erkrankten häufig bis zur Invalidität ein.
Eine Schizophrenie kann ganz unteschiedlich verlaufen:
1. einmalige psychotische Episode mit anschließend vollständiger Genesung
2. mehrere psychot. Episoden mit teilweiser bis vollständiger Gesundung
3. ein von regelmäßigen Episoden gekennzeichneter chronischer Verlauf.
Bei manchen Menschen bricht die erste Psychose plötzlich und mit vornehmlicher Positivsymptomatik aus, wobei hier gute Chancen für die vollständige Rehabilitierung bestehen. In den anderen Fällen, aber nicht ausschließlich, beginnt die Erkrankung schleichend (Prodromalphase) mit meist depressiven und antriebslosen Zügen bis dann schließlich nach Monaten oder sogar Jahren die eigentliche akute Krankheit ausbricht. Hier liegen gute Möglichkeiten die Krankheit früh zu erkennen und zu behandeln um den Patienten vor einem Ausbruch zu bewahren. Leider gestaltet sich dies in der Praxis schwer dahe diese Symptome differenziert abzugrenzen sind von Pubertätserscheinungen und depressiven Verstimmungen. Allerdings gibt es mittlerweile eine medizinische Methode die Veranlagung einer schizophrenen Erkrankung anhand einer Analyse der Glukosewerte und Energiestoffwechselprodukte Nervenwasser festzustellen.
Die Behandlung setzt sich im Idealfall aus verschiedenen Therapien zusammen:
1. Medikamentöse Therapie
2. Psychotherapie
3. Soziotherapie
Wobei die Behandlung mit Medikamenten, den sogenannten Antipsychotika/Neuroleptika, die Basis ist und manchmal auch erst die
erfolgreiche Teilnahme an den anderen Therapieformen ermöglicht.
Die Ziele der Psychotherapie sind meist praktisch orientiert und Flexibel. Dem Patienten wird hier Hilfe mit der Bewältigung der Krankheit und des Alltags geboten.
In der Soziotherapie wird versucht den Patient wieder in normale soziale Verhältnisse einzugliedern, das betrifft z.b. das Leben in der Familie, knüpfen und Aufrechterhaltung von Kontakten, berufliche Perspektive etc..
Die Medikation:
In der akuten Phase der Krankheit wird meistens ein Mix aus Sedativa und Antipsychotika/Neuroleptika gegeben. Zu den Sedativa zählen die sogenannten Benzodiazepine und Barbiturate. Die Benzodiazepine wirken angstlösend und beruhigend durch die herunterregelung der Gehirnaktivität.
Die Antispsychotika bzw. Neuroleptika wirken direkt gegen die Positivsymptomatik indem sie die stark erhöhte Informationsverarbeitung im Gehirn drosseln.
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